Sonnenfilter - Folie ..... in High Tech Produkt von Baader

Die Sonnenfilter - Folie von Baader ist ein ausgereiftes Hilfsmittel für den anspruchsvollen Sonnenbeobachter. Im Gegensatz zu vielen einfacheren Folien oder vielen Sonnenfiltern aus Glas, bringt die Baader Astro Solar unserer Erfahrung nach auch bei größeren Öffnungen und höheren Vergrößerungen ein scharfes Sonnenbild.

Wir schieben keine fingierten Testberichte vor, sondern lassen auf dieser Seite Fakten sprechen.

AstroSolar™ Sonnenfilterfolie
Zum Patent angemeldet in ganz Europa - in den USA ausgezeichnet mit dem Titel:
Astro-Product of the Decade (Astro-Produkt des Jahrzehnts)
  • Diese Folie ist interferometrisch geprüft zu 94-96% Definitionshelligkeit - sie ist damit so gut wie ein APQ-Objektiv von Carl Zeiss (Pleiger-Prüfprotokoll im Internet unter Baader Planetarium aufsuchen). Leider fällt es uns selbst schwer, einen Qualitäts-Unterschied zu unseren vielfach teureren Plangläsern zu erkennen. Dies gelingt erst bei sehr hohen Vergrößerungen jenseits von 250-fach. Unsere Folie ist nachweislich schärfer als alle uns bekannten Konkurrenzprodukte, insbesondere einschließlich der US-Glasfilter. Was besonders wichtig ist, sie zeigt die Sonne in ihrer natürlichen Farbe - neutral weiß! Andere Folien zeigen nur ein unscharfes, bläulich überstrahltes oder oranges Sonnenbild. AstroSolarTM ist im Gegensatz zu Glasfiltern völlig frei von Pinholes (Löchern in der Reflexions-Schicht), da es beidseitig vergütet wird. Die Schutzwirkung ist von der Physikalisch technischen Bundesanstalt in Braunschweig geprüft. Die Folie darf das CE-Zeichen tragen!

Kaum ein anderes Produkt für die Sonnenbeobachtung wurde so intensiv vermessen und geprüft.

Über den Einsatz von Folien zur Sonnenbeobachtung existieren wahrscheinlich die verschiedensten Meinungen und Erfahrungen. Bis jetzt sind uns jedoch keine Berichte über Untersuchungen solcher Folien in Optiklabors bekannt. Um so interessanter war deshalb die interferometrische Vermessung der neuen Beobachtungsfolien AstrosolarTM und TurbofilmTM von Baader Planetarium.

Das Messverfahren
Um den Einsatz vor einem Teleskop im Prüfaufbau zu simulieren, wurden unbeschichtete Originalfolien im parallelen Strahlengang zwischen zwei hochgenauen Referenzflächen aufgehängt und in Transmission vermessen. Der Einfluss der Folienmuster auf das Prüfstrahlenbündel wurde mit einem Zygo-Laserinterferometer bei der Prüfwellenlänge lambda  = 632,8 nm bestimmt. Neben den Interferogrammen wurden die Wellenfrontabweichungen graphisch in Höhenkarten dargestellt. Weiterhin wurden die Punktbildverwaschungsfunktionen (PSF) berechnet und dargestellt. Sie entsprechen der Abbildung eines Sterns im Teleskopfokus. Aus den Wellenfrontabweichungen wurden die Qualitätskriterien PV- und RMS-Wert sowie Strehlsche Definitionshelligkeit ermittelt.

Bewertung der Folien als "optische Fenster"

  1. Unbeschichtetes Basismaterial für Astrosolar™ (getempert und grau eingefärbt), das vorsichtig über zwei Pappringe "gespannt" im Prüfstrahlengang war
  2. Unbeschichtetes Mylar (Dicke 12 µm) freihängend im Prüfstrahlengang

Die Muster von Baader Planetarium erreichen über den Prüfdurchmesser von ca. 100 mm in allen Kriterien die Beugungsgrenze. In den Ergebnissen für RMS-Wert und Definitionshelligkeit sind sie sogar besser als so manches Amateurteleskop. Das Muster aus Mylar deformierte die Wellenfront des Prüfstrahlenbündels trotz faltenfreier und unverspannter Aufhängung deutlich stärker als es für beugungsbegrenzte Optik zulässig ist.

Die Testergebnisse zeigen, dass sich die Folien von Baader Planetarium sehr gut für optische Anwendungen eignen. Wahrscheinlich sind sie so manchem "Billigsonnenfilter" aus Glas weit überlegen. Die durchgeführten Versuche verdeutlichen auch, dass die Messergebnisse stark davon abhängig sind, wie die Folien aufgehängt oder gespannt werden. Bei der Herstellung eines Sonnenfilters aus AstrosolarTM, sollte man unbedingt Falten und Spannungen in der Folie vermeiden, weil diese sofort die Wellenfront eines durchgehenden Strahlenbündels deformieren und damit die Abbildungseigenschaften verschlechtern würden.

Peter Rucks
Anschrift: Paul Pleiger Maschinenfabrik GmbH & Co. KG
Geschäftsbereich Laseroptik
Dipl.-Phys. Peter Rucks
Im Hammertal 51
D-58456 Witten

Abbildungen zum Vergleichstest

Interferometrischer Test
 
Referenzfläche
Ideale Abbildung - entspricht Strehl 1
In der Theorie erreichbar
Baader Astro Solar
kommt nahe an das Ideal heran - entspricht
einem sehr guten Objektiv
Mylar Sonnenfilterfolie
gut ist die Unregelmäßigkeit zu sehen - unseres Erachtens wäre eine derartige Optik nicht gut.

Sterntest
Hier wird gezeigt, wieviel % des Lichtes in der Beugungsscheibe konzentriert wird. Nur in der Beugungsscheibe entsteht das Bild. Je weniger in der Beugungsscheibe oder im Airy Scheibchen konzentriert wird, desto unschärfer wird das Bild.

Referenzfläche
Airy Scheibchen - Def. 99,9%
In der Theroie erreichbar
Baader Astro Solar
94,1% werden im Airy Scheibchen konzentriert
entspricht einem sehr guten Objektiv
Mylar Sonnenfilterfolie
57,2% werden im Airy Scheibchen kontentiert
das ist nicht mehr beugungsbegrenzt

Graphische Darstellung des Wellenfront Fehlers
Die drei folgenden Aufnahmen zeigen die Abweichungen auch graphisch, letztlich ist die Aussage ident zu den oben zu sehenden Aufnahmen.

Referenzfläche
Baader Astro Solar
Mylar Sonnenfilterfolie

Zur Präsentation der Sonnenfilterfolie von Baader