Sonnenfilterfolie von Baader

Aus dem Hause Baader ist seit einiger Zeit eine Filterfolie am Markt, welche laut Herstellerangaben die Qualität
der US Glasfilter aus Massenproduktion bei weitem übertrifft. Die Schärfe und der
Kontrast der AstroSolar TM ist vielmehr mit den teuren Glasfiltern (100mm Öffnung - Euro 300,-)
vergleichbar.

Das Trägermaterial der Folie ist absolut gleichförmig und frei von Schlieren. Neueste Tests von Wolfgang Rohr
haben eine Genauigkeit von 1/40 Lambda p/v ergeben. Dies sind Werte, die eine Sonnenbeobachtung
und Fotografie mit höchster Auflösung ermöglichen. Ein durchschnittlicher Glasfilter aus den
USA ist zwischen 1/4 Lamda und bis zu 2 Lambda zu finden. Diese Leistung ist nicht mehr befriedigend.

Unsere Folie hat 94% bis 96% Definitionshelligkeit und ist damit mit den ausgezeichneten
Zeiss APO Objektiven vergleichbar.

Stabilität:

Viele Sternfreunde haben Bedenken gegenüber einer Folie, weil sie nicht sicher und stabil ist.

Bei richtiger Fassung (nicht zu straff) werden Sie es nicht schaffen, die Folie mit dem Finger durchzustoßen. Diese außerordentliche Zähigkeit wird durch das besondere Trägermaterial erreicht.

Vergleichen Sie unsere Folie mit einer Weide im Sturm. Sie gibt nach, bricht aber nicht. Ein Glasfilter hingegen, ist mit einer Eiche vergleichbar. Sie ist starr, bricht aber leicht.

Unsere AstroSolar TM bietet Ihnen Sicherheit und Stabilität. Sie schützt Ihre wertvollen Augen zuverlässig auch vor der UV Strahlung. (Überprüfung techn. Bundesanstalt Braunschweig)

Ein Beobachtungsbericht:

Ich beobachte normalerweise die Sonne mit meinem 5" APO von Borg in Kombination mit einem Herrschel-Prisma..
Die Qualität dieses Objektives ist ausgezeichnet. Feinste Strukturen in den Sonnenflecken werden sichtbar.

Durch die AstroSolar TM bin ich nun in der Lage, auch meinen Newton mit 10" Öffnung an der Sonne
zu testen. Bereits der erste Eindruck übertrifft meine Erwartungen. Hart und klar steht die Sonne im Gesichtsfeld
des 24mm Speers Waler Okular. Der Hintergrund ist dunkel, kein Lichtsaum ist um die Sonne zu beobachten.
Die Abbildung erinnert mich an den Anblick durch meinen 5" APO.

Ich gebe mein 10mm Speers Waler rein und mir verschlägt es die Sprache. Die Granulation ist klar und
deutlich über die gesamte Sonne sichtbar. In der Penumbra der Flecken sind feine faserförmige Strukturen
sichtbar, die wiederum durch kleinere Strukturen unterbrochen sind. Die Penumbra zieht fadenförmig in
das dunkle Innere der Flecken rein.

Am Rand der Sonne sind klar Fackeln zu beobachten. Die Sonne schaut hier aus, als ob sie brennen würde.
Ganz am Sonnenrand steht ein kleiner Fleck. Klar ist der Wilson Effekt zu sehen. Der Fleck schaut wie
eine Grube in der Sonne aus.

Nun will ich es wissen. Ich gebe das 3,8mm eudiaskopische Okular von Baader rein. Die Luft hält es aus,
es ist ja erst gegen 9h und die Sonne hat die Atmosphäre noch nicht so aufgeheizt.
Das darf doch nicht wahr sein! Ich sehe eindeutig Strukturen zwischen den Granulen. Klar und deutlich ist
ein feines Gitternetz (so wirkt es zumindest auf mich) zu sehen. Ich sauge mich am Okular fest. Am Sonnenrand
ist der Übergang zum Schwarz aprupt. Kein Lichtsaum keine Unschärfe. Diese Filterfolie ist wirklich
einzigartig.

Langsam kommt die Luft in Bewegung. Wie Wellen gehen die ersten Unruhen über die Sonne. Dann ist es
vorbei. Die Sonne fängt an zu zittern und die Granulation verschwimmt. Das Erlebnis jedoch bleibt. Ich werde
sicher noch viele Male mit meinem 10" Newton und der AstroSolar TM die Sonne heimsuchen.

Ich hoffe, dieser Bericht eines begeisterten Sternfreundes hat Ihnen Lust gemacht. Ich kann diese
Beobachtungen übrigens nur bestätigen.

Wolfgang Ransburg

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