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| Ein Erfahrungsbericht über das LS 35 von LUNT von Joe Stübler - einem langjährigen Amateurastronomen. | |||
Sonnenbeobachtung mit LUNT LS35Testberichte
LUNT hat mit dem LS35 ein richtungsweisendes Sonnenteleskop für die Beobachtung im H-Alpha Licht geschaffen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist dabei ausgezeichnet. Das LS35 ermöglicht H-Alpha Sonnenbeobachtung und Fotografie mit ansprechenden Ergebnissen bei moderatem finanziellem Aufwand. ................................... Link zur Präsentation der LS35 H-Alpha Sonnenteleskope im Onlineshop von TS Erfahrungsbericht von Joe Stübler mit dem LUNT LS35
Nach 3 Schönwettertagen, bei denen ich endlich die Gelegenheit hatte, jeweils um die Mittagszeit herum, das Sonnenteleskop LUNT LS35 auf Herz und Nieren visuell zu testen, kann ich zusammenfassend sagen: "Ich bin begeistert"!
Wer glaubt, dass man mit einem Teleskopdurchmesser von 35mm keine Details beobachten kann, wird bald eines Besseren belehrt. 400 mm Brennweite bedürfen dazu jedoch eines hochwertigen, kurzbrennweitigen Okulars. Meine diesbezüglichen Versuche haben dazu ergeben, dass mein 9 mm Nagler von Tele Vue geradezu ideal ist, das Detailreichtum des kleinen Sonnenteleskops zu erschließen. Ich habe auch ein 3,8 mm eudiaskopisches Okular, mit dem ich auf gut 100 fache Vergrößerung komme, verwendet, aber das zusätzliche Mehr an Vergrößerung erschien mir nur mehr als Leervergrößerung. Irgendwo ist bei 6 - 7 mm sicher das sinnvolle Maximum an Vergrößerung bei sehr guten Verhältnissen erreicht. Ich denke jeder findet in seinem Okularkoffer sein Lieblingsokular, denn jedes vorhandene 1¼ Zoll Okular kann verwendet werden. Für rasche Überblicks-betrachtungen hat sich bei mir ein im privaten Fundus befindliches 24 mm TeleVue Widefield Okular und ein 19 mm Baader Okular der Ultima-WA Serie bewährt. Mit diesem habe ich auch versuchsweise ein paar Fotos geschossen, indem ich eine kleine digitale Kompaktkamera (Nikon Coolpix P50) einfach händisch an das Okular gehalten und abgedrückt habe. Dieser kleine Test lässt auch bereits das offensichtlich durchaus vorhandene fotografische Potential dieses Sonnenteleskops erahnen. Entsprechend stabil mit dem Teleskop verbunden, lässt sich hier sicher einiges erreichen, bzw. gar mit einer DSLR + Adapter am Okular erst recht. Der 600er Blockfilter mit 4 mm Öffnung bietet sich jedoch auch an direkt eine Webcam anzuschließen und entsprechende Serien zu schießen. Die Luftunruhe mit der bewährten Webcam-Technik auszuschalten wird sich auch sicher hier bewähren. Entsprechende Versuche sind in Planung. Das schöne an diesem kompakten Gerät ist jedoch die Handlichkeit. Man kann es überall mitnehmen und nun geradezu jede Kaffeepause nutzen und schnell nachsehen, was sich auf der Sonne tut. Da sich ja leider zur Zeit im Weißlicht noch sehr wenig tut auf der Sonne, ist man hocherfreut nun die raschen und kurzlebigen Erscheinungen miterleben zu können. Feine Spikes, dünne Fäden, Loops sowie Flares, Flecken und Granulen alles ist gestochen scharf und erstaunlich hell zu sehen. Ich war sehr überrascht, denn rückblickend auf frühere gelegentliche Beobachtungen mit dem Coronado-PST bei Astrokollegen konnte ich mich an einen solchen Anblick nicht erinnern. Diese Brillianz und Helligkeit dürfte doch dem unobstruierten 35 mm Etalon Filter zu verdanken sein. Sehr schön lässt sich mit dem Messingrad beim Objektiv das H-alpha-Shifting einstellen. Optimal eingestellt “springen“ die solaren Erscheinungen am Sonnenrand den Beobachter, hell und gestochen scharf, geradezu an. Eine große Überraschung für mich war auch die Tatsache, dass ich sowohl feinste Protuberanzen und Oberflächendetails (natürlich in Randgebieten) zugleich wahrnehmen konnte. Ähnliches habe ich eigentlich nur mit wesentlich größeren und teureren Sonnenteleskopen erleben dürfen. Dies spricht deutlich für die Qualität des schmalbandigen Filters (lt Hersteller < 0,75 Angström).
Bild: Erst mit einem geeigneten Sonnenschutz (lichtundurchlässiges Tuch) kann man die feinen Details auf der Sonne wahrnehmen. Voraussetzung für einen optimalen Beobachtungsgenuss ist jedoch, dass man sich vom Umgebungslicht z.B. durch ein über den Kopf geschlagenes dunkles Tuch schützt. Darüber hinaus besticht das Instrument durch solide Verarbeitung. Die Fokussierung arbeitet sehr feinfühlig und präzise. Alles ist aus solidem Metall gefertigt und wacklige Plastikteile sucht man vergeblich. Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass man mit dem Erwerb dieses Gerätes sehr viel Sonne und “Beobachtungsspaß pur“ für sein Geld bekommt. Das Gerät wird mir hinkünftig ein treuer Begleiter im Alltag und auf Reisen sein. Johannes Stübler
Ein komplettes “Sonnenobservatorium“ für Weißlicht und H-Alpha Beobachtung hat in einem handelsüblichen Fotokoffer inklusiv Zubehör Platz.
Weitere Infos gerne: info@teleskop-service.de Newtons
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