Der ED Refraktor mit 80mm Öffnung

Dieses Gerät setzt neue Maßstäbe in Sachen Preis/Leistung in dieser Klasse. Daß die Leistung stimmt, zeigen Artikel und Ergebnisse
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Plejaden ... durch den ED 80 mit der digitalen Spiegelreflexkamera Nikon D 70 ... von Oliver Kluge

Ein erster Erfahrungsbericht
Uwe Höltermann ............. 25.11.2004

Hallo Wolfi,

habe am Wochenende und heute Abend den ED testen können und muß sagen, er hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen!Hier einige Beispiele: Mond und Saturn im 5,2 mm Pentax absolut scharf und kontrastreich ohne Farbsaum, im

3,8 mm Eudiaskopik zwar dunkler aber im Fokus immer noch ohne Farbsaum , erst wenn mann etwas unscharf stellt, sieht man eine Farbverschiebung ( rot/grün ). Erst im 2,3 mm ED Okular ist im Fokus ein leichter Blausaum besonders beim Mond zu erkennen, das sind dann aber schon immerhin 246 fache Vergrößerung also 3-facher Objektivdurchmesser! Auch Orion und die Plejaden im 32 mm 2" SWA von Meade sind ein Genuß! Ich muß sagen, das Gerät mit dem Zenitspiegel ist jeden Euro Wert! Noch eine Anmerkung zum MN 78: Mond, Saturn bis hin zum 2,3 mm ED Okular =

676 fache Vergrößerung nach dem Umbau und der exakten Justage mit dem Chesire ( Justage bleibt auch nach Transport und allen Schwenks konstant ) eine wahre Augenweide! Scharf, kontrastreich, mit Details, die ich hier gar nicht alle beschreiben kann ( habe ich in 35 Jahren Hobbyastronomie noch nicht gesehen ) und ich habe schon durch alle Teleskopvarianten gesehen, auch im Deep Sky Bereich ist es meinem 12" Newton durch den super Kontrast überlegen! Die 500 ? für den ED gehen am Freitag an Dich raus, komme leider nicht eher zur Bank, ich hoffe das reicht? Diese Geräte, die ich bei Dir gekauft habe, kannst Du in dieser Version auf jedenfall empfehlen!!!!!

Gruß Uwe

Test des ED 80 mit TS RK Okularen

Erste Erfahrungen mit dem Synta Apochromaten 80 ED

Wilhelm Hombach, Bonn

 

Teleskop     Refraktor TS Synta Apochromat 80mm / 600mm ED

Okulare       TS Reversed Kellner 3,6mm 10mm 20mm

                   Swarovski / Meade Zoom 7,7mm … 23,1mm (als Vergleich)

Montierung  azimutale Selbstbaumontierung

Datum         23.04.2004, 21:00 bis 22:00 MESZ

Objekte       Venus, Mond, Jupiter

 

Endlich war es soweit. Nachdem ich vor einigen Wochen den neuen Synta Apo von Teleskop-Service Randsburg geliefert bekam, waren die Randbedingungen Zeit, Gelegenheit und klarer Himmel erfüllt, um einen Blick auf den Himmel zu werfen.

 

Als erstes nutzte ich die günstige Konstellation von Venus und jungem Mond, um mir am westlichen Himmel einen Eindruck von meinem neuen Teleskop zu machen. Beide Objekte erschienen knackig scharf am noch dämmrigen Abendhimmel. Bei der Venus war schon mit dem 20mm RK-Okular, also 30-fach, eine deutliche Phase zu sehen. Ein Schwenk etwas südlich zum Mond bot mir ein beeindruckendes Bild. Am Mond wollte ich nun die drei Okulare des Low - Cost –Bereichs austesten. Das wertvolle Zoom-Okular sollte als Vergleichsokular dienen. Als erstes interessierte mich das wahre Gesichtsfeld. Die von TS angegebenen Werte für das scheinbare Gesichtsfeld von 50° für das 20mm und das 10mm Okular, sowie von 40° für das 3,6mm Okular ließen sich unter Berücksichtigung des Monddurchmessers von 0,5° bestätigen. Alle drei Okulare lieferten im Zusammenspiel mit dem Apo eine wohldefinierte Abbildung. Beim 20mm Okular zeigte sich jedoch bei ganz genauem Hinsehen ein hauchdünner blauer Saum am Rande des Erdtrabanten. Ein Wechsel zum Zoomokular lies diesen blauen Saum verschwinden. Der Apo machte das, was er soll. Er zeigte eine farbreine Abbildung. Im 10mm Okular war der Mond dann fast bildfüllend ohne Farbsaum zu betrachten. Das 3,6mm Okular (167-fache Vergrößerung) zeigte schon einen deutlich dunkleren farbreinen Ausschnitt des Mondes. Selbst bei dieser Vergrößerung gab es keine Probleme bei der Fokussierung. Ein Schwenk zur Venus ergab erwartungsgemäß ein sehr schönes Bild, da die große Helligkeit dieses Planeten durch die hohe Vergrößerung auf ein angenehmes Maß gedämpft wurde. Schließlich wendete ich mich Jupiter als letztem Objekt des kurzen Abends zu. Er konnte mit allen drei RK-Okularen sehr schön betrachtet werden. Das 3,6mm - Okular brachte die Bänder und Polkappen zur Ansicht. Ich meine gerade noch einen der vier Monde hinter dem Planeten verschwinden gesehen zu haben, da sich kurz am rechten Rand ein sehr heller Punkt zeigte, der dann jedoch recht schnell verschwand.

 

Es mag nun scheinen, dass ich sehr wenig Aussagen über den Apochromaten gemacht habe. Das liegt daran, dass er unauffällig seinen Dienst verrichtete. Es bleibt festzustellen, dass der Refraktor bisher meine Erwartung ganz und gar erfüllt und sogar noch übertrifft. Es handelt sich um ein hochtransportables Instrument, dass in allen Vergrößerungsbereichen eine saubere, farbreine Abbildung liefert. Mechanisch gut aufgebaut, ließ er sich im Zusammenspiel mit den Okularen immer sauber fokussieren. Der optionale angebaute Leuchtpunktsucher führte schnell zum gewünschten Objekt. Ich sehe in diesem Instrument das ideale Gerät für den etwas anspruchsvolleren Anfänger, da es sicherlich nach Jahren –auch wenn man schon ein zweites Gerät mit grösserer Öffnung besitzt- noch Freude bereiten wird und als idealer Reisebegleiter auf einer einfachen azimutalen Montierung in jedes Gepäck passt. Den genutzten Okularen kann ich ebenfalls eine weit über den preislichen Erwartungen gelegene Güte bescheinigen. Gesichtsfeld, Augenabstand (bis auf das 3,6mm Okular) und Abbildung lassen mich hier, gerade für den an Planeten interessierten Sternegucker, eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

 

Weitere Erfahrungsberichte werden folgen. Unter anderem ist der Einsatz eines 3-fach Konverters (Barlow) und die Nutzung von ein bis zwei Weitwinkelokularen geplant.  Ich freue mich auch schon auf die ersten Deep - Sky – Objekte, die ich in dem kleinen Apo betrachten werde. Demnächst werde ich über eine kostengünstig zu erstellende azimutale Selbstbaumontierung und deren Nutzung im Zusammenspiel mit dem Synta 80/600 berichten.

Zur Präsentation des ED 80 von Orion