Kurzbericht über die CAM

(von Rudolf Suntinger-Schrampf)

 

Am Anfang, wie ich die CAM bekam, war ich etw. skeptisch, da ich vorher noch keine Montierung mit GO-TO Steuerung gehabt habe. Vor allem, hatte ich keine Ahnung, ob sie wirklich technisch das verspricht, was auch unter Teleskop-Service nachzulesen ist.

Ich wurde aber im Nachhinein positiv überrascht.

 

 

Zum ersten Gebrauch:

 

Wenn jemand die CAM das erste Mal benützt, kann ich nur empfehlen, zuerst unbedingt die Beschreibung durchzulesen. Es ist zwar eine deutsche Beschreibung im Lieferumfang enthalten. Ich würde empfehlen, diese Beschreibung mind. 2-mal durchzulesen, um sich mit der Handhabung besser vertraut zu machen. Bei etwaigen Ungereimtheiten oder nicht genauem Verständnis der deutschen Beschreibung, empfehle ich unbedingt die englische Anleitung durchzulesen, weil die deutsche Übersetzung oft nicht genau den Punkt an Information trifft, der gemeint ist. In der englischen Beschreibung wird oft besser und verständlicher beschrieben als in der deutschen Beschreibung, da in der deutschen Beschreibung die exakte Wortwahl des zu übersetzenden Textes manches Mal nicht genau getroffen wird.

 

 

Nun zur Handhabung:

 

Die CAM ist sehr leicht zu montieren. Die Handsteuerbox ist sehr handlich, nur hat sie meiner Meinung nach einen kleinen Nachteil. Wenn man sie im Winter bedienen will und es hat einige Grade unter Null, ist es besser die CAM einige Minuten vorher einzuschalten, so dass die Schrift der Handsteuerbox  durch die Wärmeerzeugung des Displays besser lesbar wird. Macht man das nicht und man hat das Fernrohr mit CAM länger im Freien stehen, um das Fernrohr an die Außentemperatur anzupassen, so hat man für wenige Minuten Schwierigkeiten, die Schrift zu lesen.

Mein Tipp daher: die Handsteuerbox, so lange drinnen lassen, bis man ins Freie geht. So ist sie noch warm und man hat keine Probleme mit der Lesbarkeit der Schrift.

 

 

Zur Beobachtung:

 

Ich muss schon sagen, dass eine GO-TO Montierung  sehr praktisch ist und viel Freude bereiten kann. Vor allem, wenn man vorher per Hand lichtschwache Objekte am Himmel erspähen wollte, sie aber nicht fand.

Die Positionierungsgenauigkeit am Himmel nach dem Alignment -Verfahren ist sehr gut.

 

 

Zur Astrofotographie:

 

Ich habe versucht, im Dezember 2004 einige Objekte zu fotografieren, um mit der Handhabung der Montierung etw. vertraut zu werden. Nach einigem Probieren kann ich nur sagen, für Kurzzeitbelichtungen für Planeten und den Mond z.B. reicht das normale 3-star-alignment völlig aus. Will man deep-sky Objekte fotografieren, ist unbedingt notwendig nach dem 3-star-alignment das polar alignment durchzuführen. Mit diesem Verfahren ist auch das Bild im Anhang entstanden. Die Erklärung vom polar-alignment ist in der englischen Beschreibung besser und „richtiger“ erklärt als in der deutschen. Beschreibung.

Anhang:

 

M 42 fotografiert mit einem Newton 200/ 1000mm

Mit DIA- Film: Fuji - Provia 400 F



© by Rudolf Suntinger-Schrampf 

 

Ich wünsche allen, die sich für die CAM entscheiden, viel Freude bei der Beobachtung und bei der Astrofotographie!!

 

 

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