Montierungsarten:

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Beihnahe wichtiger als der optische Tubus ist eine dafür geeignete Montierung, denn sie stellt sozusagen das Fundament dar, auf dem das ganze Teleskopsystem ruht - oder besser gesagt - der scheinbaren Sternbewegung am Himmel nachgeführt wird. 
 

Montierungsarten

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Einleitung
Montierung und Stativ sind mindestens genauso wichtig, wie der optische Tubus. Was nützt ein Gerät mit einer guten Schärfe, wenn alles beim geringsten Windstoß zum Zittern anfängt. Das Stativ hat die Aufgabe, eine solide Basis für das gesamte Teleskop zu bilden. Die Montierung muß:

  • Eine stabile und möglichst schwingungsarme Aufstellung gewährleisten.
  • Eine feinfühlige Verstellung zu ermöglichen, ohne zu ruckeln. Gerade bei hohen Vergrößerungen ist das sehr wichtig.
  • Gerade eine parallaktische Montierung muß präzise gebaut sein, da diese Montierungen oft für Astrofotografie eingesetzt werden.
Leider wird oft die Montierung vernachlässigt, um dem Hobbyastronomen für wenig Geld ein möglichst großes Fernrohr anbieten zu können. Das rächt sich dann in der praktischen Anwendung. Deshalb macht ein Fernrohr mit einer stabilen, eventuell sogar etwas überdimensionierten Montierung immer mehr Freude - von Anfang an.

Je nach Verwendungszweck gibt es wie auch beim Teleskop recht unterschiedliche Bauarten:

azimutale GabelmontierungDie azimutale Montierung
ist besonders einfach und pflegeleicht und daher für Kinder ab ca. 7 Jahren zu empfehlen, die ihre ersten Schritte in der Amateurastronomie unternehmen. Ein so montiertes Fernrohr ist sofort aufgestellt, und man kann das Beobachten unmittelbar beginnen.


» Beispiele für einfache azimutale Gabelmontierungen

 

DobsonDie Dobson-Montierung
eignet sich besonders gut, wenn große und schwere Optiken sicher und stabil getragen werden sollen. Da diese Montierung sehr einfach aufgebaut ist, ist der Preis hierfür extrem günstig. Es darf aber nicht vergessen werden, daß sich eine solche Montierung nur für die rein visuelle Beobachtung eignet. Die Aufstellung ist ebenfalls azimutal.





» Beispiele für Komplettsysteme nach Dobson

 

Deutsche MontierungDie parallaktische Montierung (Deutsche Montierung)
man könnte sie als die ´Königin´ unter den Montierungen bezeichnen, denn sie besitzt eine Achse, die parallel zur Rotationsachse der Erde ausgerichtet, die Erddrehung präzise ausgleicht. Zum Nachführen der scheinbaren Sternbewegung am Himmel muß man nur diese eine Achse - die Stundenachse - bewegen. Außerdem wird die bei azimutalen Montierungen unvermeidliche Bildfelddrehung vermieden, wodurch sich diese Montierungsart auch perfekt für die Astrofotografie eignet.

Kinder ab ca. 12 Jahren kommen erfahrungsgemäß mit einer einfachen Deutschen Montierung bereits sehr gut zurecht und werden mit ihr sehr viel Freude haben.

» Beispiele für Deutsche Montierungen

 

Gabelmontierung mit GoToDie Gabelmontierung heute meist mit automatischer Steuerung.
Die moderne, robuste Montierung kann auch schwere Optiken sicher tragen. Meist sind diese Montierungen heute mit Nachführmotoren in beiden Achsen ausgestattet, die über einen eingebauten Computer gesteuert sind. Dies erlaubt eine automatische Positionierung auf mehrere 10.000 Himmelsobjekte und wird im Fachjargon auch als GoTo bezeichnet.

Solche Montierungen sind in der Grundausstattung allerdings für die Astrofotografie ungeeignet, auch wenn sie per PEC recht genau nachführen können und auch das Autoguiden unterstützen. Abhilfe schafft das Nachrüsten mit einer Polhöhenwiege oder als Notlösung mit einem Bildfeldderotator.





» Beispiele für moderne Gabelmontierungen

Die genaue Funktionsweise der einzelnen Montierungsarten, ihre Vor- und Nachteile und was es dabei alles zu beachten gilt, wird in den entsprechenden Beiträgen dazu ausführlich diskutiert.


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