Fernrohre: Auflösung:

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Das Auflösungsvermögen eines Teleskops hängt im wesentlichen von der Öffnung ab. Aber auch andere Faktoren spielen eine wichtige Rolle, etwa die Obstruktion. Bei größeren Öffnungen ist das Seeing der limitierende Faktor. 
 

Fernrohre: Auflösung

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Auflösung mit verschiedenen Öffnungen

Beispiel steigender Auflösung an einem 3-fach Stern - bei maximaler Vergrößerung und steigender Öffnung:

Links: Öffnung 60mm
Zwei der drei Sterne sind bereits aufgelöst. Egal wie hoch man weitervergrößert, die dritte Komponente wird nicht sichtbar.

Mitte: Öffnung 90mm
Alle drei Komponenten sind bereits getrennt, wobei die enger beieinanderliegenden Teile noch miteinander verbunden sind.

Rechts: Öffnung 120mm
Alle drei Komponenten sind einwandfrei getrennt.

Das Auflösungsvermögen eines Teleskops

ist direkt von der Öffnung abhängig. Je größer die Öffnung des Teleskopes, desto höher ist das Auflösungsvermögen.

Die effektive Auflösung oder praktische Auflösung wird noch von der Bauweise und natürlich von der optischen Qualität beeinflusst. Ein apochromatischer Refraktor kommt der theoretischen Auflösung schon sehr nahe. Ein Spiegelteleskop mit sehr kleinem Fangspiegel ebenfalls.

Effekte, wie der Farbfehler bei Refraktoren oder ein großer Umlenkspiegel bei Spiegelfernrohren reduzieren die effektive Auflösung des Teleskopes.

Die Auflösung am Himmel wird in Bogensekunden ( kurz " ) angegeben. Dieses Maß findet man bei Doppelsternen, Durchmesser von Planetenscheibchen oder Details an Mond oder Planeten. Die effektive Auflösung ist aber auch abhängig vom Objekt. Wenn das Objekt einen hohen Kontrast hat, wie der Schatten eines Jupitermondes auf der Oberfläche oder der Cassini Teilung des Saturnringes, kann man kleinere Abstände auflösen, als bei flächenhaften Details mit geringem Kontrast.

Das theoretische Auflösungsvermögen verschiedener Teleskopöffnungen mit praktischen Beispielen
Die Beispiele sind eher konservativ und von der Stellung der Planeten zur Erde abhängig. Maßgeblich ist natürlich auch die Ruhe der Luft.

Öffnung theor. Auflösung Objektbeispiele
70mm 1,97 " Granulation auf der Sonne, viele Details der Mondoberfläche
90mm 1,38 " Cassiniteilung der Saturnringe, Uranus als Scheibchen
100mm 1,53 " Neptun kann bei Opposition als Scheibchen identifiziert werden
114mm 1,21 " Strukturen in den Jupiterbändern, weitere Oberflächendetails am Mars
150mm 0,92 " Jupitermonde deutlich als Scheibchen, Details in Saturnringen
200mm 0,69 " Feine Details in den Mondkratern, Strukturen im großen roten Fleck

Wie wichtig ist die Ruhe der Luft?
Die Erdatmosphäre ist wie ein Filter. Egal, welche Auflösung die Optik zulässt, wenn die Luft unruhiger ist, hilft die größte Öffnung nichts. Dann zählen Fernrohreigenschaften, wie Kontrast oder Farbreinheit. Der Regelfall ist eine Luftunruhe zwischen 1" und 3". Wenn die Luft unruhiger ist, ist sinnvolle Planetenbeobachtung nicht möglich. Leider ist die Luft auch nur selten ruhiger, als 1". Allerdings "friert" die Luft oft für kurze Momente ein und dann kann die Auflösung des Teleskopes voll augenützt werden.

 


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