Fernrohre: Refraktoren:

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Refraktoren, auch als Linsenfernrohre bezeichnet sammeln das Licht mit einem System aus zwei bis vier Linsen, das aus verschiedenen Glassorten besteht un für eine bestmögliche Farbkorrektur zu sorgen. 
 

Fernrohre: Refraktoren

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Grundsätzlicher Aufbau und Funktionsweise:

Refraktor - optischer Strahlengang

Optischer Aufbau:
Das Licht trifft auf eine Linsenkombination (Objektiv) und wird gebündelt. Am hinteren Ende des Fernrohres befindet sich der Zenitspiegel und das Okular.

 

Das Objektiv des Refraktors
Der populärste Refraktortyp ist der "Fraunhofer Refraktor". Das Objektiv besteht aus zwei Linsen unterschiedlichen Glastyps. Das ist notwendig, um den Farbfehler, der durch die Brechung des Lichtes durch Glas entsteht, zu minimieren.

Anwendungsbereiche des Refraktors
Der Hauptvorteil des Gerätes ist das scharfe und kontrastreiche Bild, die einfache Bedienung und der universelle Einsatz. Gerade Refraktoren bis 100mm Öffnung und mit relativ langer Brennweite und damit recht geringem Farbfehler, sind daher sehr schöne Geräte für den Einstieg.

Gerade im Bereich des Sonnensystems entfaltet ein Refraktor seine Leistung. Der Hauptvorteil ist, daß er keinen störenden Umlenkspiegel mit den entsprechenden Beugungserscheinungen im System hat.

Auch für die Erdbeobachtung ist der Refraktor, aufgrund der Kontrastleistung besonders gut geeignet. Dies gilt aber nur für Geräte, deren Brennweite mindestens das Achtfache der Öffnung beträgt.

Der Farbfehler des Refraktors
Die Abbildungsgüte eines Refraktors sind eigentlich sehr gut. Die einzige Bremse ist der Farbfehler. Selbst ein zweilinsiges Objektiv, welches auch in den einfachsten Refraktoren eingebaut sein sollte, produziert diesen Farbfehler. Wenn man ein helles Objekt, wie den Mond, Planeten oder auch Objekte auf der Erde anschaut, sieht man den Farbfehler als bläulichen Lichtsaum. Das kommt daher, daß der blaue Anteil des Lichtes nicht genau in der Ebene fokussiert wird, wie der grünliche Anteil, den wir als dominant wahrnehmen.

Maßnahmen zur Reduzierung des Farbfehlers
Die Brennweite sollte im Verhältnis zur Öffnung möglichst lang sein. Sie sollte mindestens das Achtfache der Brennweite betragen, um den Farbfehler im moderaten Rahmen zu halten. Diese Grundformel gilt, wenn das Gerät möglichst universell eingesetzt werden soll.

Eine günstige Möglichkeit, den Farbfehler im Blauen zu reduzieren, sind Filter. Diese Filter reduzieren den Lichtanteil, der für diesen Farbfehler verantwortlich ist. Folgende sinnvolle Möglichkeiten im Filterbereich gibt es - klicken Sie einfach auf die Überschrift, um zum Produkt zu kommen.

Gelber Farbfilter
Gelbfilter
Die günstigste Möglichkeit, das blaue Licht wird einfach abgeschnitten, das Bild wird gelb.
Baader Fringe Killer
Fringe Filter
Ein Multibandfilter für Öffnungen bis 100mm. Das Bild wird nur minimal abgedunkelt.
Baader Kontrast Booster
Kontrastbooster
Für Öffnungen ab 110mm, der Farbfehler wird fast völlig weggeschnitten, das Bild wird gelblicher

Spezielle Glassorten, wie Fluorid oder ED Gläser sind ebenfalls geeignet, den Farbfehler zu reduzieren. Aus diesem Grund können diese Geräte besonders lichtstark ausgeführt werden und der Farbfehler bleibt recht unauffällig. Unglücklicherweise sind diese Glassorten relativ teuer. Aus diesem Grund ist der klassische Fraunhofer Refraktor, trotz des Farbfehlers, noch immer die am weitest verbreitete Variante.

Rich Field Refraktoren
Bei diesen Geräten wurde ein größerer Farbfehler in Kauf genommen. Die Brennweite eines Rich Field (Großfeld) Refraktors ist nur 5x länger, als die Öffnung, das Öffnungsverhältnis ist also 1:5. Wer aber jemals mit einem Refraktor bei schwacher Vergrößerung einen Streifzug durch die Milchstraße unternommen hat oder ein großflächiges Objekt, wie den Andromedanebel, beobachtet hat, der weiß, daß auch Großfeldrefraktoren ihre Existenzberechtigung haben, es sind halt Spezialisten für Übersichtsbeobachtungen. Refraktoren mit dem Öffnungsverhältnis von 1:6,4 bis 1:8 stellen einen Kompromiß zwischen Großfeld und klassischen Fraunhofer Refraktoren dar.

 


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