Montierungsarten: Dobson:

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Eine Sonderform der azimutalen Montierung stellt die Montierung nach John Dobson dar. Der amerikanische Astronom ist der Ansicht, daß die Montierung nur ein Teleskop halten und eine feinfühlige Verstellung erlauben sollte. Motoren braucht man nicht und Astrofotos findet man in Büchern. Dafür erhält man ein großes, stabil montiertes Teleskop. Viele Sternfreunde teilen diese Ansicht, und so ist der ´Dobson´ auch heute noch populär. 
 

Montierungsarten: Dobson

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Montierung nach Dobson Was ist ein Dobson?

Ein amerikanischer Astronom hatte den Ehrgeiz, ein großes, schweres Teleskop auf eine "Halterung" zu montieren, die er mit einfachsten Mitteln selbst herstellen konnte, und die dieses Teleskop zuverlässig und stabil tragen konnte. Er nahm eine einfache, horizontal drehbare Holzkiste, die "Rockerbox" und befestigte darauf, senkrecht drehbar gelagert, sein Teleskop. So konnte er sein Teleskop den Gestirnen manuell "nachschubsen" ohne viel Kraft und Geschicklichkeit dafür aufwenden zu müssen. Dieser Astronom war der in China geborene Amerikaner John Dobson.

Ein "Dobson" ist also kein bestimmter Teleskoptyp, sondern eine besonders einfach konstruierte Montierung, die eben wegen ihrer Einfachheit erstaunlich schwere Optiken stabil tragen kann. Heute ist diese bei vielen "Spechtlern" verbreitete Montierung zwar weiter verfeinert worden, aber stellt immer noch die mit Abstand preiswerteste Teleskopmontierung für die rein visuelle Beobachtung dar. Meist wird ein Teleskop nach Newton als optische Variante verwendet.

Für die Astrofotografie ist eine solche Montierung ungeeignet, da sie über keinerlei motorisierter Nachführung verfügt. Es gibt aber eine ganze Reihe geschickter Astrofotografen, die es schaffen, mit Dobson und Webcam "bewaffnet", gute Mond- und Planetenaufnahmen anzufertigen.

Man ist versucht, besonders große Optiken mit einer Montierung nach Dobson einzusetzen. Das ist bei lichtstarken Newtons bis ca. 12" Öffnung und 1.500mm Brennweite auch recht gut zu handhaben. Bei einem "schneller" 20-Zoller mit 2m oder noch mehr Brennweite muß man, wenn eine Beobachtung in Zenitnähe beabsichtigt ist, dann allerdings auf die Leiter....

RollenlagerRollenlager für ruckelfreien Beobachtungsgenuß

Eine verbreitete Schwäche vieler Dobsons ist das äußerst lästige Ruckeln beim ´Nachschubsen´ im Azimuth. Dieses Ruckeln entsteht beim wiederholten Übergang zwischen Haft- und Gleitreibung bei einer reibenden Bewegung zweier flächiger Materialien zueinander.
Schaltet man nun ein solches Rollenlager zwischen diese Reibflächen, dann wird die Ursache dieses Effekts und damit das Ruckeln sicher vermieden.

 

Fazit:
Das rein visuelle "Spechteln" ist mit dieser Montierungsart und größeren, lichtstarken Optiken oft die einzige Möglichkeit, wenn eine gute Transportierbarkeit gefordert ist. Diese ist beispielsweise angesagt, wenn der Amateurastronom in einer Großstadt wohnt und zum Beobachten erst einen dunklen Beobachtungsstandort aufsuchen muß.

 


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