Beobachtung mit dem Teleskop:

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Beobachtung mit dem Teleskop

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Celestron Newton 200 / 1000 auf ADMDie meisten Amateurastronomen werden die Gestirne am Nachthimmel mit einem Teleskop betrachten. Teleskope haben meist eine große Öffnung, und durch die (fast freie) Wahl des geeigneten Okulars einen sehr variablen Vergrößerungsbereich. Dieser wird sich ganz grob im Bereich zwischen 50-fach und 500-fach bewegen, wodurch eine (zumindest manuelle) Nachführung dringend anzuraten ist. Den meisten Beobachtungskomfort bietet eine Deutsche Montierung mit Nachführmotor. Das rechts gezeigte Beispiel, ein 8" Celestron-Newton mit Parabolspiegel  und 1.000mm Brennweite auf einer solchen Montierung ist bereits eine sehr gute Ausgangsbasis. Einige Grundlagen:

Mehr Öffnung
lassen flächige Objekte bei gleicher Austrittspupille nicht heller erscheinen, aber dafür größer, wodurch wir sie besser wahrnehmen können.

Mehr Vergrößerung
ist jederzeit möglich, in dem man einfach ein Okular mit kleinerer Brennweite verwendet. Es gibt aber auch Grenzen. Die maximal sinnvolle Vergrößerung wird durch die Öffnung definiert - sie beträgt etwa das Doppelte der Öffnung in mm, in diesem Beispiel also 400-fach. Wenn das Seeing da mitspielt, welches die maximal sinnvolle Vergrößerung meist auf Werte um 200-fach begrenzt.

Beobachtungsziele:
In dieser Hinsicht ist man mit einem Teleskop wegen der variablen Vergrößerung besonders flexibel. Mond, Planeten, Planetarische Nebel und Doppelsterne wird man eher mit hoher Vergrößerung beobachten, Galaxien, Gasnebel und Sternhaufen eher mit kleinerer Vergrößerung. Bei Emissionsnebeln ist ein UHC-Filter sehr hilfreich.

Teleskop vorbereiten
Etwa 2-3 Stunden vor Beobachtungsbeginn sollte das Teleskop dort aufgestellt werden, wo man auch beobachten möchte. Denn der Tubus und insbesondere der Hauptspiegel muß erst mal auskühlen, also möglichst genau die Umgebungstemperatur annehmen. Auch Refraktoren benötigen eine gewisse Auskühlzeit! Eine gute Gelegenheit, die Montierung schon mal möglichst genau auszurichten. Für die rein visuelle Beobachtung muß die Polachse nicht auf die Millibogensekunde genau auf den Himmelspol zeigen, man sollte aber auch nicht mehr als 1° daneben liegen. Während dieser Zeit findet auch ganz nebenbei die Dunkeladaption statt, helles nicht-rotes Licht also tunlichst vermeiden.

Die passende Kleidung
Die nächtlichen Tiefsttemperaturen liegen in klaren Nächten in Bodennähe nur im Sommer deutlich über dem Gefrierpunkt. Also warm anziehen! Was viele nicht wissen: Über die Kopfhaut wird sehr viel Wärme abgegeben, dieser Wärmeverlust sollte mit Mütze und Kapuze so gut wie möglich verhindert werden.


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